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Neugestaltung Evang. Friedhof Kreuzlingen Studienauftrag 1. Rang:

Fried-Park

 

Zonierung: Der Friedhof wird von der Diagonale Kirche - Kirchgemeindehaus ausgehend zum Fried-Park, der in landschaftlicher Form gestaltet ist. Die traditionellen Trauerbereiche im nordwestlichen und südöstlichen Randbereich behalten ihre geometrische Struktur.

 

Einfriedung: Trotz Öffnung des Friedhofes als Durchgangs-, Aufenthalts- und Spazierbereich ist der Fried-Park ein geschützter Bereich und bleibt symbolhaft eingezäunt. Aus Pietätsgründen wird er nie zur Freizeitanlage. Eine im Randbereich dichte, zur Mitte hin lockere Begrünung verstärkt das Gefühl von Geborgenheit, ohne dass eine Abweisende Umfassungsmauer den Fried-Park verdeckt.

 

Haupteingänge: Sichtdurchlässige Tore, welche den Durchblick auf den Hauptweg zulässt ohne die Trauerbereiche zu tangieren, markieren die Haupteingänge zum Fried-Park. Zwei Hängebuchen verstärken den Eindruck vom Eintritt in einen besonderen Ort. Tagsüber stehen die Tore einladend offen, nachts werden sie zugezogen, aber nicht abgeschlossen.

 

Nebeneingänge: Ein sichtzulässiges Zufahrtstor beziehungsweise ein indirekt geführter Nebeneingang schützt die Trauerbereiche vor Einsicht und Strassenlärm. Je eine Hängebuche markiert die Nebeneingänge in den Fried-Park.

 

Verbindungsweg: Der als Zeichen der Parknutzung in geschwungener Form angelegte Hauptweg ist durchgängig ohne Stufen ausgebildet und mit PW befahrbar. Er ist frei von direkt angrenzenden Büschen und nachts ausreichend hell beleuchtet.
 

Rundweg/Ausstattung: Spazierwege verbinden die verschiedenen Trauerbereiche mit dem Hauptweg und erschliessen dezentrale Sitzbereiche für den Kontakt im Fried-Park. Brunnen als Wasserstellen mit dahinterliegendem Abfallbehälter werden optisch in die Parkanlage integriert und nicht aus Friedhofsmobiliar erstellt.

 

Treffpunkt: Angrenzend an Kirche beziehungsweise Kirchgemeindehaus entsteht ein Aufenthaltsbereich für Begegnungen bei kirchlichen Anlässen und Veranstaltungen der Boje. Der Fried-Park wird um diese Fläche verkleinert, damit Festivitäten und Ruhe/Trauer nicht vermischt werden.
 

Gemeinschaftliche Grabanlage: Ein Blumenmeer aus Rosen umfasst von rund geschnittenen Buchskugeln überzieht die ehemalige Rasenfläche des Gemeinschaftsgrabes. Zwischen die Buchskugeln können auf Wunsch runde, kleine Symbolsteine mit Namensbezeichnungen eingestreut werden. Der Aufenthaltsbereich wird vom Hauptweg weg zur Südseite hin verschoben.
 

Einzelgedenkstätten: Entlang einem geschwungenen Weg können symbolisch Bäume gesetzt und mit runden, kleinen Steinen, die eine Vertiefung für ein Licht enthalten, markiert werden. Symbolhafte Bäume ohne Kennzeichnung oder Urnenbestattungen können den Fried-Park bei Bedarf in Richtung Osten erweitern. Dafür werden die Hecke und später auch die Parallel verlaufende Urnenwand entfernt.
 

Erdmodellierung/Abdankungshalle:

Aus Pietätsgründen werden so wenig Erdverschiebungen wie möglich und keine Abgrabungen in ehemaligen Bestattungszonen vorgenommen. Ein sanfter Hügel schirmt die Abdankungshalle vor Verkehrslärm und Einblicken an, ohne entlang dem Hauptweg nachts unüberblickbare Zonen zu schaffen.

 
   

 

 
   
     
   
   
   
Symbolstein
 
Konzept   Eingangstor
Situation mittelfristig    
   
   
  Situation sofort   Situation langfristig